Pressemitteilung: 7. Internationaler Tag der Provenienzforschung 2025 – Herkunft erforschen in Museen, Bibliotheken, Archiven etc.

Am 9. April 2025 findet zum siebten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Mehr als 100 Kultureinrichtungen in acht Ländern haben ihre Teilnahme bereits angemeldet (Stand: 28. März 2025).

Auch in diesem Jahr bieten Museen, Bibliotheken und andere (sammlungsführende) Einrichtungen wieder zahlreiche Präsenzveranstaltungen sowie Onlineformate an. Diese weltweit einmalige Veranstaltungskooperation von Forschenden verschiedenster Einrichtungen und Institutionen steht im Zeichen der jahrelangen erfolgreichen Bestrebungen des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. um Transparenz und Vernetzung innerhalb einer noch immer jungen Forschungscommunity, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Herkunft kultureller Objekte (nicht nur) in öffentlichen Einrichtungen zu beleuchten.

Das breit gefächerte Programmangebot mit aktuell über 120 Veranstaltungen widmet sich schwerpunktmäßig Themen des NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, den Kulturgütern aus kolonialen Kontexten und den in der SBZ/DDR enteigneten Objekten, aber auch den Objekt- und Sammlungsgeschichten im Allgemeinen.

Eine Übersicht und Informationen zu allen Aktionen rund um den Tag der Provenienzforschung 2025 finden Sie auf der Webseite des Arbeitskreises: https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/veranstaltungen/. Bei Fragen in Bezug auf das individuelle Programm einzelner Teilnehmer*innen wenden Sie sich bitte direkt an die betreffende Institution.

Über den Tag der Provenienzforschung
Der Aktionstag findet seit 2019 einmal jährlich am zweiten Mittwoch im April statt. Er ist für die Provenienzforschung von großer Bedeutung, da er die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz unserer Arbeit aufzeigt und gleichzeitig einem breiten Publikum Einblicke in die Methoden eines Forschungsbereichs vermittelt, der für gewöhnlich hinter den Kulissen der für die Besucher*innen wahrnehmbare Bereiche kuratorischer Arbeit stattfindet. Der Tag verweist auf den Wert eben jener Forschungsarbeit die Basis und Grundlage künftiger Entscheidungen bleiben muss. Die prekäre Beschäftigungssituation vieler Provenienzforschenden bleibt gerade vor dem Hintergrund der politischen Debatten, die sich dem Objekt als kulturellem Erbe der Erinnerung verschreiben weiterhin alarmierend.

Über den Arbeitskreis Provenienzforschung
Der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ist ein seit 2000 bestehendes, inzwischen international agierendes Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Expert*innen, die sich mit der Erforschung der Herkunft bzw. des unrechtmäßigen Entzugs von Kulturgütern beschäftigen. Seit 2014 ist der Arbeitskreis als eingetragener Verein organisiert. Zu den zentralen Aufgaben gehören die fachliche Unterstützung der Provenienzforschung in allen ihren Tätigkeitsfeldern und die Förderung des interdisziplinären Austausches. Inzwischen hat der Arbeitskreis über 600 Mitglieder aus elf Ländern: https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/.

Anmeldung noch bis zum 9. April 2025 möglich!
Alle Einrichtungen, die Provenienzforschung im weitesten Sinne betreiben, und Provenienzforschende weltweit sind eingeladen.
Teilen Sie bitte auch gern unseren Aufruf zur Teilnahme auf LinkedIn.

PRESSE-Anfragen für Interviews richten Sie bitte direkt an den Vorstand des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V.: vorstand@arbeitskreis-provenienzforschung.org