Über den Arbeitskreis

Der internationale Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. fördert die Entwicklung der Provenienzforschung in allen ihren Tätigkeitsfeldern und in ihrem interdisziplinären Kontext.

Der Arbeitskreis Provenienzforschung e. V. hat inzwischen über 180 Mitglieder aus den Fachbereichen Kunstgeschichte, Geschichte und Zeitgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften, Archivwissenschaften, Archäologie, Ethnologie und Rechtswissenschaften. Diese sind in Museen, im öffentlichen Dienst, im Kunsthandel oder freiberuflich in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA tätig. Um den Austausch der Mitglieder zu gewährleisten, veranstaltet der Verein zwei Arbeitskreistreffen im Jahr. In Arbeitsgruppen werden spezielle Themen wie beispielsweise die Standardisierung von Provenienzangaben und weitere entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Zweiter Schwerpunkt ist der internationale Dialog mit Provenienzforscherinnen und -forschern, um den wissenschaftlichen Austausch für die länderspezifischen Herkunftsrecherchen zu fördern.

Der Verein begleitet die kulturpolitischen Entwicklungen zum Thema Provenienzforschung und steht in einem regen Austausch mit den relevanten Einrichtungen (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Deutscher Museumsbund, ICOM Deutschland, Kulturstiftung der Länder, österreichische Kommission für Provenienzforschung etc.). Der Verein setzt sich für eine selbstverständliche und verstetigende Einbindung der Provenienzforschung in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der jeweiligen Einrichtungen (Museen, Bibliotheken, Archiven, Kunsthandel u. w.) ein.

Der Verein versteht die Provenienzforschung als festen Bestandteil der vier grundlegenden Aufgaben von Kunstmuseen: Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln. Die Förderung systematischer Erforschung aller Bestände durch entsprechende, in den Institutionen fest integrierte wissenschaftliche Stellen mit Schnittstellen zur Archiv- und Dokumentationsarbeit, ist eines der Ziele des Vereins. So soll die Provenienzforschung aktive Begleiterin der Museumsarbeit sein, die neben der Hauptaufgabe – der Überprüfung der Bestände auf NS-verfolgungsbedingte Herkunft – die Provenienzdokumentation der Objekte für Datenbanken und Ausstellungsprojekte, die Prüfung der Herkunftsgeschichte bei Ankäufen und Ausleihen und die Erforschung der Sammlungs- und Institutionsgeschichte übernimmt.